Auf den Spuren Mac Gregor
Das Kanu, was einst die Eskimos zum Fischfang und die Indianer als Transportmittel nutzten, brachte der Schotte John Mac Gregor nach Europa und führte damit im Jahr 1864 seine erste Reise rund um England aus. Mac Gregor wirkte mit seinen Reisebeschreibungen bahnbrechend auf die Entwicklung des Kanusports in Europa ein. Sein Boot, „ROB ROY“ genannt, fand seinen Urtyp im Eskimo-Kajak und wird volkstümlich als Paddelboot bezeichnet. Der Renncanadier hat seinen Ursprung im offenen Wandercanadier der Indianer und sein Antrieb erfolgt mit einem Stechpaddel.

Mit der Gründung des Deutschen Kanu-Verbandes im Jahre 1913, und dem Rückblick von der 80. Deutschen Kanurennsport Meisterschaft 2001 in Brandenburg, erhielt der Kanusport wichtige Impulse für seinen Wettkampfsport.

 Olympischer Kanu-Rennsport
1936 wurde der Kanu-Rennsport erstmals im Programm der Olympischen Spiele in Berlin Grünau ausgetragen. Mit Ernst Krebs im Kajak-Einer (K1) und Paul Wevers – Ludwig Landen (K2) stellte Deutschland die ersten Olympiasieger in unserer Sportdisziplin. Weitere Deutsche Kanuten erkämpften bei diesen Olympischen Spiele jeweils zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen. 1948 fanden zum zweiten Mal Olympische Spiele im Kanu-Rennsport, -ohne Dt. Beteiligung- statt. Seit 1956 gab es erneut Kanuten die bei Olympischen Spielen Gold für Deutschland errangen (1956 Michael Scheuer-Meinrad Miltenberger K2); (1960 Staffel der gemeinsamen Dt. Mannschaft); (1964 Jürgen Eschert C1, Roswitha Esser-Annemarie Zimmermann K2); (1968 Roswitha Esser-Annemarie Zimmermann K2); Erst zu den Olympischen Spiele 1976 in Montreal nach 40 Jahren konnten Deutsche Kanuten mit drei Gold-, einer Silber und drei Bronzemedaillen das Ergebnis von 1936 überbieten. Seit dem platzierten sich die Dt. Rennkanuten bei Olympischen Spiele, Welt- und Europameisterschaften in der Weltspitze. Auch unsere Junioren erkämpften jährlich bei ihren Welt- und Europameisterschaften zahlreiche Siege und Medaillen.

 Brandenburger Kanuten sind Spitze
Mit dem Kanu-Rennsport ist der Landes-Kanu-Verband Brandenburg einer der erfolgreichsten Landesverbände in Deutschland. Nur im Zeitraum der Wiedervereinigung seit 1991 erkämpften die Brandenburger Spitzenkanuten anteilig:
 

16   Olympische Medaillen davon 11 Siege
81   Weltmeisterschaftsmedaillen davon 36 Siege
70   Europameisterschaftsmedaillen davon 32 Siege
20   Europameisterschaftsmedaille U23 davon   5 Siege
30   Juniorenweltmeisterschafts-Medaillen davon  10 Siege
32   Junioreneuropameisterschafts-Medaillen davon   10 Siege

Stand September 2010

Bei den Dt. Meisterschaften aller Klassen seit 1991 belegte unser Landesverband fasst durchgehend den ersten Platz in der Mannschaftswertung.

Birgit Fischer und Torsten Gutsche – zwei Weltklasseathleten

Die gebürtige Brandenburgerin Birgit Fischer konnte mit insgesamt sieben Olympischen Siegen und 27 Weltmeistertiteln zur weltbesten Kanutin aller Zeiten avancieren.

Nach ihrem zweifachen Sieg zu den Olympischen Spielen 2000 in Atlanta beendete Birgit ihre sportliche Laufbahn.

Der gebürtige Eisenhüttenstädter Torsten Gutsche erzielte mit seinem letzten Wettkampfjahr 1999, eine Gesamtbilanz von 3 Olympischen Siegen, 11 Weltmeistertiteln sowie weitere sieben Medaillen zu Olympischen Spielen und Welt-meisterschaften. Für Torsten steht das Novum erfolgreichster männlicher Kanute der Welt zu sein.

 

Erfahrungen an Nachwuchs vermitteln
Nicht von ungefähr findet man in führender Verbands- und Vereinsarbeit, als Trainer oder Kampfrichter erfolgreiche Weltspitzenkanuten wie „die zwei Manfreds“ Schubert und Winterstein, Helga (Ulze) Mühlberg, Jürgen Eschert, Wolfgang Lange, Rolf-Dieter Amend, Harry Nolte, Marion (Rösinger) und Alex Gebert um nur einige zu nennen. Gerade ihre Erfahrungen sind der Unterpfand weiterer erfolgreicher Arbeit im Brandenburger Landes-Kanu-Verband.

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